Monolith LeChef PRO-SERIE 1.0

Tests   •   17. Juli 2019

(Dieser Beitrag enthält Werbung)

Monolith LeChef PRO-SERIE 1.0

Die meisten werden sicher schon bemerkt haben, dass ich ein begeisterter Holzkohle-Griller bin. Ja, ich habe auch Gasgrills daheim, aber am meisten Spaß habe ich an meinen Kugelgrills. Zusätzlich zu den Grills, die ich zu Hause habe, wollte ich einmal etwas komplett anderes ausprobieren. Schon seit gut einem halben Jahr befasse ich mich mit Keramikgrills und habe mich in dieses Thema umfassend eingelesen. Mittlerweile gibt es ja schon sehr viele Hersteller, die Keramikgrills anbieten, aber die Grills von Monolith sind mir von Anfang an ins Auge gestochen und deshalb wollte ich unbedingt einen Grill von dieser Marke testen. Man kann einen Keramikgrill definitiv nicht mit einem herkömmlichen Kugelgrill vergleichen. Das Arbeiten mit einem Keramikgrill erfordert absolutes Fingerspitzengefühl, aber dazu erfahrt ich noch mehr in meinem Fazit.

Die Geschichte des Monolith Grills:

Seit über 3.000 Jahren werden Keramiköfen zum Grillen, Räuchern und Garen genutzt. Über die Jahre entwickelten sich die aus Japan bekannten Kamado Grills aus Keramik immer weiter und wurden in der ganzen Welt bekannt.

Ende der 2000er entwickelte Matthias Otto zusammen mit seinem Kollegen für sich einen perfekten Grill. Sie waren auf der Suche nach dem perfekten Grillgerät und schnell war ihnen klar, dass es für sie nur eine Option gab, und sie griffen auf das alte Kamado-Prinzip zurück. In der chinesischen Provinz Jiangsu wird die anspruchsvolle Keramik heute noch in einer Manufaktur produziert und hier entwickelten die beiden zusammen mit Fachleuten den heute uns bekannten Monolith Grill.

Nach meiner Internetrecherche wird jeder Monolith Grill dort noch aufwendig per Handarbeit produziert. Neben der einzigartigen Keramik werden hier auch sehr hohe Ansprüche an die anderen Materialien gestellt, wie Holz- und Metallarbeiten.

Der Monolith Grill vereint das klassische Grillen mit denen eines Steinofens. Grillen, Räuchern, Backen oder auch Low&Slow (Niedrigtemperaturgaren) alles ist möglich. Alleine der Deflektorstein (hier wird nur einer benötigt) ist perfekt für das zubereiten von Steaks. Auf der einen Seite direkte Hitze und über dem Deflektorstein indirekte Hitze zum schonenden Garen. Auch zum Backen von Brot, Pizza oder Kuchen ist der Monolith perfekt geeignet.

Da der Monolith sehr wenig Energie benötigt, kann man den Grill schon mit 3kg Holzkohle bis zu 24 Stunden betreiben. Der Monolith benötigt sehr wenig Sauerstoff, daher ist die Luftbewegung im Grill sehr gering und das Fleisch trocknet nicht aus.

Das wohl beste Gimmick am Grill ist die Zuführung der Räucherschiene. Die kleine Öffnung vorne am Grill ermöglicht das Nachlegen von Räucherchips während des Grillens, ohne dass man den Deckel öffnen muss. So verliert der Grill keine Temperatur – einfach super.

Die wichtigsten Fragen auf einen Blick:

Wie lagert man einen MONOLITH / Keramikgrill?

Die Keramik ist in der Regel sehr robust, aber man sollte auch nicht vergessen, dass diese brechen kann. Am besten stellt man den Grill in der Garage oder im Gartenhaus unter, so ist er perfekt vor Nässe oder anderen Witterungsbedingungen geschützt. Sollte der Grill doch draußen stehen, immer eine Abdeckhaube verwenden. Sollte man den Grill einwintern, muss er in auf jeden Fall absolut trocken sein, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Wofür verwendet man einen MONOLITH / Keramikgrill?

Keramikgrills sind absolute Alleskönner! Grillen, Backen, Räuchern oder langsames Garen – alles ist möglich. Ich persönlich vewende meinen Monolith beispielsweise am liebsten für Longjobs, wie Ribs, Pulled Pork oder Brisket. Dafür eignet sich der Grill perfekt, denn man kann bereits mit wenig Kohle die Temperatur sehr lange stabil halten.

Wie wird ein MONOLITH / Keramikgrill beheizt?

Ausschließlich mit Holzkohle. Hier unterscheiden sich Keramik Grills besonders von normalen Holzkohlegrills, weil sie mit wesentlich weniger Kohle auskommen und die Keramik die Hitze sehr lange speichern kann. Bitte keine Briketts verwenden, da diese Bindemittel enthalten und dadurch weißen Schleier auf der Keramik bilden.

Wie lange hält ein MONOLITH / Keramikgrill?

Ein Keramik Grill hält wesentlich länger als ein herkömmlicher Holzkohlegrill. Das liegt in erster Linie an den Keramikplatten selbst. Keramik hat als Material eine unglaublich lange Lebensdauer und ist praktisch nicht zerstörbar. Besonders beim Einfluss von Hitze ist dieser Stoff äußerst widerstandsfähig. Doch beim Transport sollte man aufpassen, dass die Keramik keinen starken Schlägen ausgesetzt wird.

Monolith LeChef PRO-SERIE 1.0

Details und neue Features

  • Außenmaße: Höhe ca. 85cm Breite ca. 72cm Mit Gestell: Höhe ca. 129cm
  • Grillrostfläche: Durchmesser ca. 55cm
  • Gewicht: ca. 140kg
  • Ideal für 6+ Personen
  • Alle Grillroste sind geteilt
  • SGS-System aus Edelstahl (siehe Bilder unten)
  • Fettauffangschale (auch geteilt und leicht zu reinigen)
  • Grillen auf drei Ebenen möglich
  • Spider Griff (ermöglicht das komplette SGS-System mit nur einer Hand auszuheben)
  • Eine neue Räucherschiene mit neuem System (siehe Bilder unten)
  • Gewölbter Aschebehälter zum leichten rausheben der Asche mit der Schaufel
  • Geteilte Feuerbox aus fünf einzelnen Steinen (vorheriges Modell hatte ein komplettes Nest aus einem Teil)

Das Anfeuern mit dem Monolighter/Looftlighter

Der Monolighter ist perfekt zum Anfeuern der Holzkohle geeignet. Er funktioniert genauso wie ein Heißluftföhn und man kann die Holzkohle in knapp 15 Minuten entzünden, so dass der Monolith dann startklar zum Grillen ist. Bitte verwendet hier keine chemischen Anzünder, weil diese der Keramik schaden. Außerdem solltet ihr unbedingt in gute Holzkohle investieren. Ich kann euch die Kohle von Monolith oder die Marabu Holzkohle von McBrikett empfehlen. Die Marabu Holzkohle z.B hat einen sehr hohen Kohlenstoffgehalt und hinterlässt sehr wenig Asche.

St.Louis Style Ribs von yourbeef.de
Mango Rhabarber Kuchen
Pulled Pork

Fazit:

Ich benutze nun den Monolith Le Chef Pro Serie 1.0 seit knapp zwei Monaten und was soll ich sagen? Alleine der Aufbau machte schon jede Menge Spaß, weil hier richtig massive und hochwertige Teile verbaut werden.

Alleine der Buggy mit den massiven Reifen ist ein echter Hingucker. Ich kann auf jeden Fall jetzt schon sagen: Investiert unbedingt auch in einen Seitentisch, denn dieser Platz wird euch sonst fehlen. Auch ich muss diesen Seitentisch noch nachrüsten.

Das sehr gut durchdachte SGS-System ist nochmal ein sehr weiter Sprung nach vorne gegenüber dem Vorgängermodell (dieses kann man natürlich auch noch separat für das alte Modell kaufen).

Wie eingangs bereits erwähnt, braucht man für den Monolith bei der Temperatureinstellung etwas Fingerspitzengefühl. Bis der Grill die richtige Temperatur für mein erstes Pulled Pork hatte, musste ich ein bisschen experimentieren.  Ich habe dann Rat bei Sascha von Küstenglut gesucht und er schrieb in seinem Beitrag über den Monolith Le Chef in der BBQ Guru Edition folgendes:

Sobald die Temperatur im Grill 20°C unter der gewünschten Temperatur liegt schließe ich die Lüfter bis auf etwa 1/4 bis 1/3, je nach Höhe der Zieltemperatur. Dann erstmal abwarten, wo sich die Temperatur einpendelt und ggf. nachjustieren. So verhindert man ein Überschiessen der Temperatur. Denn wenn die Keramik einmal eine zu hohe Temperatur angenommen hat dauert es lange, bis die Zieltemperatur erreicht wird. (Unten verlinke ich euch den Beitrag noch von Sascha)

Was will man noch mehr sagen? Der Monolith Le Chef Pro Serie 1.0 ist ein Alleskönner, der riesigen Spaß macht. Ich kann diesen einzigartigen Keramikgrill jedem ans Herz legen, der Lust auf mehr hat.

Natürlich werde ich euch auf dem Laufenden halten, was ich noch alles auf dem Monolith Le Chef zubereite. Am besten ihr verfolgt meine Instagram-Storys, dort seht ihr immer, wenn ich etwas Neues ausprobiere. In diesem Sinne gut Glut und viel Spaß beim Grillen.

Sascha findet man auf Instagram, Facebook und auf seinem Blog Küstenglut.de